| Dienstag, den 29. März 2011 um 15:21 Uhr |
Weniger KirchengängerDie NZZ fasst die Ergebnisse einer Umfrage zusammen: Weniger Leute sind religiös, aber gut ist die Kirche halt irgendwie schon.
In der Schweizer Bevölkerung wächst der Anteil derer, die sich vom Christentum distanzieren. Zu diesem Schluss kommt eine gross angelegte Studie. Trotzdem sprechen die meisten Menschen den beiden Landeskirchen eine grosse Bedeutung für sozial Schwache zu. Gemäss der Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» (NFP 58) sind heute noch 32 Prozent der Bevölkerung Reformierte und 31 Prozent Katholiken. 12 Prozent gehören einer nicht-christlichen Religion an und 25 Prozent sind konfessionslos. Vier ReligiositätstypenAllerdings sage die Konfession nicht viel über religiöse Praktiken und Glaubensvorstellungen aus, teilte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mit. Auch Konfessionslose können an Gott glauben oder alternativ spirituell sein. Die Forscher teilten die 1229 Befragten deshalb in vier Religiositätstypen ein. Es zeigte sich, dass die Mehrheit (64 Prozent) ein distanziertes Verhältnis zur Religion hat. Diese Distanzierten glauben nicht an nichts, doch die Religion bedeutet ihnen nicht viel. 17 Prozent sind institutionelle Kirchgänger, 10 Prozent bezeichnen sich als säkular, also indifferent oder ablehnend gegenüber Religionen. 9 Prozent kultivieren alternative Glaubensformen wie Astrologie. Die grosse Bedeutung der Landeskirchen für sozial benachteiligte Menschen ist gemäss der Studie unabhängig vom religiösen Typus. Frauen stehen Religiösem näherUnter denen, die alternative Formen bevorzugen, finden sich mehr Frauen (11 Prozent) als Männer (4 Prozent). Bei den säkular Orientierten sind die Männer (15 Prozent) dagegen in der Mehrheit (Frauen: 5 Prozent). Für die repräsentative Umfrage wurden 1229 Frauen und Männer in der ganzen Schweiz befragt. |